Interregionaler Ausschuss der Deutsch-Polnischen Regierungskommission

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Gespeichert von Robin Teller am 4. April 2019
4. April 2019

Europaminister Holthoff-Pförtner leitet in Kolberg den interregionalen Ausschuss der Deutsch-Polnischen Regierungskommission

Treffen von Vertreterinnen und Vertreter der 16 deutschen Bundesländer und der 16 polnischen Woiwodschaften

Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner hat in Kolberg, Polen, die 43. Sitzung des Ausschusses für interregionale Zusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission eröffnet. Unter der Leitung des Ministers und der Marschallin der polnischen Woiwodschaft Lubuskie, Elżbieta Anna Polak, treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der 16 deutschen Bundesländer und der 16 polnischen Woiwodschaften, um Themen aus interregionaler Perspektive zu diskutieren.

Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales teilt mit:

Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner hat in Kolberg, Polen, die 43. Sitzung des Ausschusses für interregionale Zusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission eröffnet. Unter der Leitung des Ministers und der Marschallin der polnischen Woiwodschaft Lubuskie, Elżbieta Anna Polak, treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der 16 deutschen Bundesländer und der 16 polnischen Woiwodschaften, um Themen aus interregionaler Perspektive zu diskutieren.
 
Minister Holthoff-Pförtner: „Der interregionale Ausschuss ist ein wichtiges Austauschgremium, das vor dem Hintergrund manch unterschiedlicher Sichtweisen Deutschlands und Polens von besonderen Bedeutung für den Dialog zwischen den Ländern und den Regionen ist. Mit dem Ausschuss festigen wir unsere engen Kontakte mit den polnischen Freunden, knüpfen neue, verbessern die Zusammenarbeit zwischen den Regionen und bleiben bei kontroversen Themen im engen, konstruktiven Dialog.“
 
Bei der Sitzung in der Ostseestadt Kolberg, in welche die diesjährige Gastgeber-Woiwodschaft Westpommern einlädt, diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Erinnerungskultur aus deutscher und polnischer Perspektive sowie über die Wirkung von EU-Programmen auf die Regionen und auf das Zusammenwachsen innerhalb der Europäischen Union. Mit der Themenauswahl werden die vielen Jahrestage 2019 aus der deutsch-polnischen und europäischen Geschichte sowie der Umgang mit der Erinnerung an die Vergangenheit aufgegriffen. Mit dem zweiten Thema wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Polen nun seit 15 Jahren Mitglied der Europäischen Union ist und im Mai 2019 die Europawahlen stattfinden werden.
 
Minister Holthoff-Pförtner: „Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir über den Beitrag der Europäischen Union für die einzelnen Regionen sprechen. Wir müssen uns vor Augen führen, um was es bei diesen Wahlen geht, was wir zu schützen haben. Die Europäische Union steht für Rechtsstaatlichkeit, Presse- und Meinungsfreiheit, sie sichert Frieden, Menschenrechte und Wohlstand. Wir alle sind gefordert, die liberale Demokratie in Europa zu stärken und uns für Europa einzusetzen.“
 
Mit dabei als Impulsgeber und Moderatoren sind unter anderen Professor Robert Traba vom Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften, der Gießener Professor Hans-Jürgen Bömelburg, Sebastian Płóciennik vom Institute for International Affairs in Warschau, der Kölner Professor Wolfgang Hasberg und der Geschäftsführer der Porta Polonica Dokumentationsstelle für Kultur und Geschichte der Polen in Deutschland, Dr. Jacek Barski.
 
Die deutsch-polnische Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit wurde 1991 von den Regierungen Deutschlands und Polens eingesetzt. Innerhalb der Regierungskommission arbeiten vier Ausschüsse, von denen Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Woiwodschaft Lubuskie den Ausschuss für interregionale Zusammenarbeit leitet. Das Ziel des Ausschusses ist es, die Zusammenarbeit und die Kontakte zwischen regionalen, kommunalen und weiteren Verbänden, Institutionen und Trägern beider Länder zu fördern, deren Tätigkeit über den grenznahen Raum hinausgeht.
 
Nordrhein-Westfalen und Polen pflegen intensive Beziehungen zueinander. Polen gehört zu den acht wichtigsten Handelspartnern Nordrhein-Westfalens. Enge wirtschaftliche Verbindungen mit Polen bestehen aber nicht nur beim Import und Export von Gütern. Zurzeit arbeiten in Nordrhein-Westfalen fast 300 Unternehmen mit polnischer Kapitalbeteiligung. Insgesamt leben mehr als eine halbe Million Menschen polnischer Herkunft in Nordrhein-Westfalen. Menschen aus Polen sind die zweitgrößte und am schnellsten wachsende Zuwanderungsgruppe in Nordrhein-Westfalen.
 
Die intensiven Beziehungen finden ihren Ausdruck zudem in zahlreichen Kooperationen und Projekten. Zwischen Nordrhein-Westfalen und Polen bestehen rund 110 Städte- und Kreispartnerschaften, rund 180 Schulpartnerschaften und mehr als 260 Hochschulkooperationen. Seit dem Jahr 2000 pflegt Nordrhein-Westfalen eine Regionalpartnerschaft mit der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Seit 2001 sind Nordrhein-Westfalen, Schlesien und die französische Region Hauts-de-France zudem im Regionalen Weimarer Dreieck partnerschaftlich verbunden.
 

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