Jazz-Konzert in der Landesvertretung mit JugendJazzOrchester NRW

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Gespeichert von Anja Pfeffermann am 8. November 2021
Jazz-Konzert mit Omer Klein und JugendJazzOrchester NRW
3. November 2021

Issacharoff: Very, very strong relationships

Jazz-Konzert in der Landesvertretung mit JugendJazzOrchester NRW

Bevor es beim Jazz-Konzert künstlerisch und bisweilen auch poetisch wurde, entführte der Hausherr die Gäste in die frühe Welt der Verwaltung: „Quod non est in actis, non est in mundo“, was nicht in den Akten ist, ist nicht in der Welt. Staatssekretär Mark Speich bezog sich damit auf das Jubiläumsjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. 321 n. Chr. hat Kaiser Konstantin ein Edikt erlassen, das Juden in Köln Ämter in der städtischen Verwaltung erlaubte. Jüdisches Leben in Mitteleuropa sei damit „aktenkundig“ geworden, wie Speich sagte.

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Bevor es beim Jazz-Konzert künstlerisch und bisweilen auch poetisch wurde, entführte der Hausherr die Gäste in die frühe Welt der Verwaltung: „Quod non est in actis, non est in mundo“, was nicht in den Akten ist, ist nicht in der Welt. Staatssekretär Mark Speich bezog sich damit auf das Jubiläumsjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. 321 n. Chr. hat Kaiser Konstantin ein Edikt erlassen, das Juden in Köln Ämter in der städtischen Verwaltung erlaubte. Jüdisches Leben in Mitteleuropa sei damit „aktenkundig“ geworden, wie Speich sagte.

Dieses Jubiläum war auch der Anlass für ein gemeinsames Jazz-Konzert des JugendJazzOrchester NRW (JJO NRW) mit dem israelischen Jazz-Pianisten Omer Klein, zu dem der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Jeremy Issacharoff, und Staatsekretär Speich gemeinsam in den Europasaal der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens eingeladen hatten.

Botschafter Issacharoff bekräftigte bei der Eröffnung die „very, very strong relationships“, die engen Bande zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel, die bis weit in die 1950er zurückreichten – noch bevor die Bundesrepublik und Israel diplomatische Beziehungen aufnahmen, fand hier Austausch zum Beispiel auf sportlicher Ebene statt. Diese engen Beziehungen seien nach Auffassung des Botschafters auch die beste und wirksamste Antwort auf alle Schwierigkeiten, denen man gegenüberstehe. Speich hatte zuvor scharf verurteilt, dass Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens in Deutschland immer noch Opfer von Hass und Gewalt würden: „Das kann man nur als Schande bezeichnen.“

Zum Zeichen der engen Verbundenheit des Landes Nordrhein-Westfalen zum Staat Israel gibt es seit 2020 ein Landesbüro Israel in Tel Aviv. Ziel: die zahlreichen Aktivitäten Nordrhein-Westfalens in Israel zu bündeln, das Land vor Ort präsenter zu machen und neue Ideen für die Zusammenarbeit zu entwickeln. Der Leiter des Landesbüros, Dr. Gil Yaron, grüßte per Videobotschaft und berichtete, dass selbst "eine globale Pandemie die Freundschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel nicht schmälern" könne. So hat das JugendJazzOrchester NRW gemeinsam mit dem Thelma Yellin String Ensemble zum einjährigen Bestehen unseres Landesbüros im März ein virtuelles Konzert gegeben.

Das Konzert in der Landesvertretung indess begann mit Stücken von Omer Klein, der neben dem JJO NRW am Piano bezauberte, „Tears on a Bionic Cheek“, „Radio Mediteran“ oder von seinem neuesten Album: „Najara“, benannt nach einem syrischen Dichter aus dem 16. Jahrhundert, Israel ben Moses Najara. Klein habe während der Pandemie ein Gedicht des Poeten vertont, erklärte er auf der Bühne: „I wrapped the words in piano sounds and will now give them to you“, er habe die Worte des Dichters in Klavierklänge verpackt und werde sie nun dem Publikum schenken.

Im zweiten Teil spielte das JugendJazzOrchester NRW schmissige Jazz-Hits und berührende Klassiker wie „Tico Tico no Fubá“, „When lights Are Low“ oder „It’s Only a Paper Moon“. Der Abend endete mit tosendem Applaus und „Zugabe“-Rufen, die der Jazz-Pianist und das gesamte Ensemble nur zu gerne erhörten. Das Konzert war das erste größere Kulturereignis in der Landesvertretung seit Beginn der Pandemie.

Auszug aus der Playlist

  • Tears on a Bionic Cheek
  • Radio Mediteran
  • Najara
  • Yemen
  • Tico Tico no Fubá
  • When lights Are Low
  • It’s Only a Paper Moon
  • Egmont Ouvertüre

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