Wanderausstellung „We, the 6 million“ der RWTH Aachen tourt durch israelische Schulen

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Gespeichert von Robin Teller am 8. Dezember 2021

Wanderausstellung „We, the 6 million“ der RWTH Aachen tourt durch israelische Schulen

Schülerinnen und Schüler in Israel lernen über jüdische Schicksale in Nordrhein-Westfalen. Diese Anstrengung steht im Zentrum eines Projekts des Büros des Landes Nordrhein-Westfalen für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur in Israel, in dessen Rahmen seit Anfang November die Wanderausstellung „We, the six million“ in 24 israelischen Schulen gezeigt wird.

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Die Ausstellung wird von den beiden Studierenden Janine Gielis und Alexander Hermert begleitet, die das Projekt unter der Leitung von Dr. Christian Bremen am Institut für Katholische Theologie der RWTH Aachen mit entwickelt haben. Der Titel der Ausstellung geht zurück auf ein Gedicht von Davin Schönberger, dem letzten Rabbiner der jüdischen Gemeinde Aachens. Um der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen, emigrierte er 1940 in die USA.
 
Im Zentrum stehen die Biographien von ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern aus dem Raum Aachen, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden. Mithilfe von offiziellen Akten über die jüdischen Opfer des Holocausts, die Entschädigungsanträge mit Schilderungen des Lebens und Leidens der Opfer enthalten, sowie Beweise aus der NS-Zeit und Aussagen von Zeitzeugen, haben die Studierenden recherchiert, zu Angehörigen und Hinterbliebenen der Opfer Kontakt aufgenommen und ausführliche Interviews geführt.
 

 

Ein wesentliches Anliegen der Ausstellung ist es, der Ausgrenzung, Stigmatisierung, Vertreibung und Ermordung der ehemaligen jüdischen Bürger, die einst die Region Aachen als ihre Heimat bezeichneten, ins Gedächtnis zu rufen und ihrer zu gedenken – und damit den Holocaust-Opfern und Überlebenden aus Aachen eine Stimme zu geben. Auf sehr persönliche Weise werden Einblicke in die Lebensgeschichten gewährt und so jüdische Beiträge zur Entwicklung, Kultur und zum täglichen Leben in der Region Aachen nachgezeichnet. Die Ausstellung reflektiert aber auch, wie heute mit Nazismus und Naziverbrechen umgegangen wird
 
In Anlehnung an die Erfahrungen in nordrhein-westfälischen Schulen tourt die Ausstellung derzeit durch Israel, nachdem sie bereits an über 50 Schulen im Rheinland gezeigt wurde.
 
Die Auseinandersetzung damit, was die Schicksale einzelner Opfer und Überlebenden des Holocaust jungen Menschen heute sagt und wie es sie auf persönlicher Ebene betrifft, ist ein Hauptanliegen der Ausstellung. Dabei geht es nicht nur um reine Wissensvermittlung, sondern auch um Reflexion über das eigene Selbstverständnis und Nachdenken über Strategien zur Überwindung antisemitischer Einstellungen. Dass dies gleichzeitig in NRW und in Israel geschieht, stellt eine besondere Verbindung zwischen unseren beiden Ländern her.
 
Das Projekt wird unterstützt durch die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Mönchengladbach e. V.
 
https://www.wethesixmillion.rwth-aachen.de/cms/wethesixmillion/Projekte-im-Ausland/~kxfvg/Schulprojekte-Israel/

Die israelische Zeitung "The Jerusalem Post" berichtet über das Projekt.

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