Staat und Wirtschaft 4.0

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Minister Pinkwart
4. Februar 2022

Staat und Wirtschaft 4.0

Einfach. Online. Digital. Wie kommt die Digitalisierung in Deutschland voran?

Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren bei der digitalen Transformation eine große Aufholjagd gestartet und ist bei Themen wie digitale Infrastruktur oder digitale Verwaltung mittlerweile Vorreiter in Deutschland. Mit dem mehrfach ausgezeichneten Wirtschafts-Service-Portal.NRW verfügt das Land über das bundesweit modernste Dienstleistungsportal für die Wirtschaft. Wirtschafts- und Digitalminister des Landes Nordrhein-Westfalen Prof. Dr. Andreas Pinkwart und dem Bundesminister für Digitales und Verkehr Dr. Volker Wissing und weitere Gäste aus Industrie, Mittelstand und Digitalwirtschaft wagten eine Bestandsaufnahme der Rahmenbedingungen für die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft und Verwaltung und sprachen darüber, wie der Modernisierungsprozess weiter gestaltet und dabei anstehende Herausforderungen gemeistert werden können.

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Alle Bereiche unseres Lebens verändern sich durch die Digitalisierung. Es ist eine der größten Gestaltungsaufgaben unserer Zeit, diese Entwicklung aktiv zu gestalten und die Chancen zu nutzen.
Mit seiner Digitalstrategie setzt das Land Nordrehin-Westfalen darauf, den Menschen das Leben leichter zu machen, Chancen zu eröffnen und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit und seinen Wohlstand zu verteidigen.

Vier Beispiele:

Im Rahmen der Initiative Smart Hospital NRW arbeitet die Universitätklinik Essen mit Textextraktion, Sprach- und Dialogsteuerung, Gesundheitsdatenanalyse, und ist dabei, mit KI das Krankenhaus von morgen gestalten.

Die digitale Modellkommune Gelsenkirchen strebt eine bessere Vernetzung von Menschen, Wirtschaft und Wissenschaft an. Sie will insbesondere die Daseinsvorsorge neu denken, um konkrete Probleme zu lösen. Dabei geht es darum, mobiler und flexibler zu arbeiten, bessere Entscheidungsgrundlagen zu schaffen und Dienstleitungen schneller und in besserer Qualität anzubieten.

Arbeitswelt verändert sich. Das gilt für die Verwaltung genauso wie für die Industrie. Das Berufskolleg Ostvest in Datteln setzt u.a. auf Robotertechnologie. Bereits in der Ausbildung liegt der Fokus darauf, die Folgen der Digitalisierung für die Berufswelt zu verdeutlichen. Es gilt, Jugendliche in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Informatik auf die digitalisierte Arbeitswelt gut vorzubereiten und zu qualifizieren. Das hat deutlichen Einfluss auf die Gestaltung der betrieblichen und schulischen Aus- und Weiterbildung.

Mit dem Wirtschafts-Service-Portal.NRW hat das Land ein digitales und zentrales Zugangstor und eines der modernsten Dienstleitungsportale für die Wirtschaft geschaffen. Hier gelingt die Zukunft der Registermodernisierung. Nordrhein-Westfalen bietet hier verständliche und einfache Prozesse an und setzt damit das Onlie-Zugangsgesetz um. Inzwischen stellt das Land seine Erkenntnisse auch anderen Bundesländern zur Verfügung.

Derzeit arbeitet Nordrhein-Westfalen an der Umsetzung und Fortschreibung der ersten Digitalstrategie. Da sich die Dinge rasend schnell Ändern, nehmen wir Anlauf für eine Digitalstrategie 2.0, die u.a. KI, Cybersicherheit, 5G, 6G oder Blockchain in den Blick nimmt. Grund genug, die vielfältigen Entwicklungen auf diesem Gebiet mit Experten zu diskutieren.
 
Der digitale Wandel wird sich in den nächsten Jahren weiter beschleunigen. Über die Chancen der Digitalisierung und notwendige Weichenstellungen im Bund und in den Ländern tauschten sich der Bundesminister für Digitales und Verkehr, Dr. Volker Wissing, und Prof. Dr. Andreas Pinkwart, nordrhein-westfälischer Wirtschafts- und Digitalminister, heute (4. Februar) mit Expertinnen und Experten aus Industrie, Mittelstand und Digitalwirtschaft in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund aus.

Dr. Volker Wissing: „Ob Verkehr und Mobilität, Wirtschaft und Verwaltung, Arbeit und Alltag: Die Digitalisierung ist der Booster für mehr Fortschritt, für mehr Klimaschutz, für neue Möglichkeiten. Diese Chance müssen wir nutzen und an einer digitalen Zukunft unseres Landes arbeiten - denn: Digital ist besser. Mit seiner Digitalstrategie hat NRW einen umfangreichen und ambitionierten Masterplan für den Weg in die digitale Zukunft entwickelt. Mit der Gigabitstrategie des Bundes schaffen auch wir einen digitalpolitischen Rahmen für unser ganzes Land. Wir werden uns genau anschauen, welche Elemente erfolgreicher Digitalpolitik wir auf den Bund übertragen können – auch aus Nordrhein-Westfalen.“

Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Nordrhein-Westfalen hat sich in den vergangenen Jahren auf vielen Feldern der digitalen Infrastruktur und der digitalen Verwaltung zum Vorreiter in Deutschland entwickelt. Mit dem mehrfach ausgezeichneten Wirtschafts-Service-Portal.NRW schaffen wir das bundesweit modernste Dienstleistungsportal für die Wirtschaft mit einem dynamisch wachsenden Serviceangebot. Wir möchten gemeinsam mit dem Bund die Digitalisierung vorantreiben. Das beginnt mit einer modernen und leistungsfähigen Infrastruktur und einer schlanken, kundenorientierten und digitalen Verwaltung. Der Staat muss sich überall als Möglichmacher verstehen, der Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzt, die Chancen des digitalen Wandels noch besser für sich zu nutzen.“

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben: „Digitalisierung, Dekarbonisierung, demografischer Wandel – Digitalisierung gehört zu Recht zu den drei großen „D-Themen“ unserer Zeit. Umso wichtiger ist, dass wir hier schneller werden und konsequent vom Nutzer her denken. Nicht nur zum Erreichen der Klimaziele, auch im internationalen Wettbewerb der Standorte ist Zeit für die Unternehmen ein entscheidender Faktor: Betriebe brauchen eine Verwaltung, die mit schnellen digitalen Verfahren den Bau von Glasfasernetzen oder von Windkrafträdern in kürzerer Zeit ermöglicht. Der Transport von Schwerlasten von den Produktionsorten zu den Häfen über Bundeslandgrenzen hinweg muss reibungslos organisiert werden. Die Verwaltung muss ihre Daten nutzen, um Brücken rechtzeitig zu sanieren und Städte und ländliche Räume lebenswerter zu machen. In allen Bereichen sehen wir Nachholbedarf, der sich über Jahre angestaut hat. Die Unternehmen erwarten von Bund und Ländern, den Umsetzungsstau aufzulösen. Dafür kann die Digitalisierung der Verwaltung einen konkreten Beitrag leisten.“

Im Mittelpunkt der von der Landesvertretung ausgerichteten Veranstaltung „Staat und Wirtschaft 4.0: Einfach. Online. Digital.“ mit Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Mittelstand und Digitalwirtschaft stand die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft und Verwaltung. Neben den Digital-Plänen der neuen Bundesregierung diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik und Verwaltung auch, wie eine breite Beteiligung sichergestellt werden kann und wie Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland in einer immer digitaleren Welt international wettbewerbsfähig bleiben. Ein wichtiger Baustein ist in Ländern und Kommunen dabei das „Einer für Alle“-Prinzip: Gebietskörperschaften stellen von ihnen entwickelte Services auch allen anderen zur Verfügung. Länder und Kommunen müssen daher für die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen nicht mehr jeweils eigenständige Lösungen entwickeln.
 

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