Nordrhein-Westfalen – eine echte europäische Hochburg, nicht nur in der Europawoche

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Gespeichert von Robin Teller am 11. Mai 2021
9. Mai 2021

Nordrhein-Westfalen – eine echte europäische Hochburg, nicht nur in der Europawoche

Die Europawoche Anfang Mai hat es mal wieder eindrucksvoll belegt: Nordrhein-Westfalen mischt bei der Europa-Freundlichkeit in der absoluten Top-Liga mit. Ob beim Handel, den privaten Partnerschaften oder den „ganz normalen Bürgerbegegnungen“ im Alltag: Man kennt die Nachbarn, man tauscht sich aus, man arbeitet zusammen, man hilft sich.

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Die Trennung zwischen „Wir hier, ihr da“ ist längst ein Denkmodell von vorgestern. Und: Aus gewöhnlicher Nachbarschaft wird immer häufiger direktes Zusammenleben,  ein gemeinsamer Wohnsitz im „Europäischen Haus“.

85 von der Landesregierung geförderte Projekte sowie zahlreiche kommunale und zivilgesellschaftliche Aktivitäten haben in der Europawoche vom 2. bis zum 9. Mai wieder kraftvoll  Zeichen gesetzt (Die Details: Europawoche 2021). Darüber hinaus gilt: In Nordrhein-Westfalen ist ganzjährig Europajahr.

Zahlen, die Bände sprechen
  • Mehr als ein Fünftel aller EU-Bürger in Deutschland lebt in Nordrhein-Westfalen. Das ist Rang eins im deutschlandweiten Vergleich.
  • Etwa jeder zweite Niederländer und Belgier in Deutschland ist in Nordrhein-Westfalen zu Hause. Zusammen sind es etwa 83.000.
  • Grenzpendler: Mehr als 30.000 nordrhein-westfälische Bürgerinnen und Bürger pendeln an jedem Arbeitstag in die Niederlande. Geht es um wöchentliche oder saisonale Job-Besuche im Nachbarland, sind es sogar noch mehr. In umgekehrte Richtung pendeln etwa 8.000 Niederländerinnen und Niederländer. Etwa 5200 Belgierinnen und Belgier haben eine Stelle in Nordrhein-Westfalen. Corona macht auch hier seit gut einem Jahr aus manchen treuen Direktbegegnungen „nur“ den digitalen Dialog.
  • Etwa zwei Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen haben insgesamt eine Zuwanderungsgeschichte mit europäischen Wurzeln. Das entspricht einem Anteil von über 11 Prozent an der gesamten Bevölkerung in privaten Haushalten, so hat „IT.NRW“ errechnet (Stand 2019).
Nähe, die sich lohnt – nicht nur finanziell
  • Fast zwei Drittel aller Exporte Nordrhein-Westfalens gehen in die Europäische Union. Das sind satte 127 Milliarden Euro, wie die Industrie- und Handelskammern Nordrhein-Westfalen vor wenigen Monaten für das Jahr 2019 ermittelten. Da zählte Großbritannien noch zur EU. Enge Bande zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Vereinigten Königreich aber bleiben bestehen.
  • Der Binnenmarkt der Europäischen Union (EU) ist einer der größten Wirtschaftsräume weltweit. Nordrhein-Westfalen spielt als wirtschaftlich stärkstes Land mit seiner vielfältigen Industrie eine Schlüsselrolle. Für 2020 meldet „IT.NRW“ ein nominales Bruttoinlandsprodukt von etwa 697 Milliarden Euro. Im EU-europäischen Vergleich belegt Nordrhein-Westfalen mit seinem Bruttoinlandsprodukt den fünften Platz im Ranking zwischen den EU-Staaten (ohne Deutschland), nach Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden. Wohlgemerkt: Ein einziges Bundesland bringt das auf die Waage.
  • Die stärksten Handelspartner in der Europäischen Union sind die Niederlande, Frankreich und Belgien – dabei hat Belgien nicht einmal zwölf Millionen Einwohner. Auch hier hat die Pandemie Spuren hinterlassen: Im ersten „Corona-Jahr“ 2020 gab es fast überall klare Rückgänge. Die nordrhein-westfälischen Exporte im vorigen Jahr in die Niederlande lagen mit 19,1 Milliarden Euro über 15 Prozent niedriger als im Jahr davor.
  • Im vorigen Jahr schlugen die NRW-Binnenhäfen rund 107 Millionen Tonnen Güter um; rund 48 Millionen Tonnen wurden allein zwischen den Rheinhäfen und den Niederlanden transportiert.
  • Die ökonomische Bande sind übrigens nicht einseitig: Der amtierende niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat vor Kurzem per Twitter gemeldet, dass der Handel seines Landes mit Nordrhein-Westfalen doppelt so groß ist wie der mit China.
  • Die Nähe zeigt sich oft auch sehr konkret, im Privatleben: Bei 5 152 der im Jahre 2019 in Nordrhein-Westfalen geschlossenen Ehen hatte mindestens eine Ehepartnerin oder ein Ehepartner die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Landes –  bei insgesamt fast 90.000 Ehen im Jahr 2019 (Quelle „IT.NRW“).
  • Etwa zwei Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen haben eine Zuwanderungsgeschichte mit europäischen Wurzeln. Das entspricht einem Anteil von über 11 Prozent an der gesamten Bevölkerung in privaten Haushalten, so hat „IT.NRW“ für 2019 errechnet.
  • In der Gruppe der frisch vermählten EU-Ausländerinnen und EU-Ausländer in Nordrhein-Westfalen sind traditionell bei den Ehefrauen Polinnen, Italienerinnen und Rumäninnen am stärksten vertreten, bei den Ehemännern sind es häufig Partner aus Italien, Polen und den Niederlanden.
Bande zu europäischen Nachbarn, die früh geknüpft werden
  • Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen starten oft  früh durch mit grenzüberschreitenden Kontakten: Es gibt insgesamt 237 Europaschulen – damit hat Nordrhein-Westfalen die Spitzenposition unter den Bundesländern
  • Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner ist sicher: „Die Schülerinnen und Schüler von heute werden Europas Zukunft gestalten – ein tolerantes, weltoffenes und handlungsstarkes Europa, das für seine Überzeugungen und Werte einsteht.“
  • Die Initiative „Europa – Erleben und Lernen“ ermöglicht zudem Auslandserfahrungen in der EU für Auszubildende https://mbei.nrw/de/initiative-europa-erleben-und-lernen
  • Insgesamt unterstützt die Landesregierung aktuell übrigens in allen Generationen Selbstorganisationen von Zuwanderern mit 4,4 Millionen Euro.
Europa als „Programm“, das viele Unterstützer hat
  • Die EUREGIO mit Sitz in Gronau ist die älteste Europaregion, die seit ihrer Gründung 1958 als Kommunalverband mittlerweile etwa 130 Gemeinden in Deutschland (Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen) und den Niederlanden umfasst.
  • Nordrhein-Westfalen hat auch die meisten europäischen Bürgerinformationsbüros, neun der etwa 48 Europe Direct-Informationszentren in Deutschland. Die GrenzInfoPunkte unterstützen zudem die Bürgerinnen und Bürger der deutsch-niederländisch-belgischen Grenzregionen in Alltagsfragen.
  • Etwa 1000 partnerschaftliche Kontakte gibt es landesweit auf kommunaler Ebene zu anderen Kommunen aus ganz Europa.
  • Die Landesregierung prämiert Kommunen und kommunale Verbände, die mit beispielgebenden europäische Aktivitäten den Menschen „vor Ort“ Europa und seine Chancen näherbringen, als „Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen". Seit 2013 haben 57 Kommunen die Auszeichnung erhalten, 9,6 Millionen Menschen leben in diesen Kommunen. Auch Vereine, Verbände, Stiftungen, Bürgerbewegungen und andere Akteure der Zivilgesellschaft leisten wichtiges Engagement, um die europäische Idee in Nordrhein-Westfalen zu vermitteln. Bislang haben zehn zivilgesellschaftliche Organisationen die Auszeichnung „Europaaktive Zivilgesellschaft“ erhalten (siehe auch: https://mbei.nrw/de/europa-bei-uns-zuhause  und https://mbei.nrw/de/europaaktiveKommunezivilgesellschaft)
  • Wirft man einen Blick auf die Menschen, die einen europäischen Pass besitzen, so ist am häufigsten die polnische Staatsangehörigkeit mit einem Anteil von 221.020 an der Gesamtheit der gut 1,0 Millionen EU-europäischen Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen vertreten. Auf Platz zwei und drei folgen Bürgerinnen und Bürger aus Italien und Rumänien (Stand: 2020).
  • Das Zusammenrücken der Europäerinnen und Europäer in  Nordrhein-Westfalen zeigt sich auch an folgender Zahl: Fast 20.000 Menschen aus EU-Staaten ließen sich 2019 einbürgern.

Fazit des Europaministers Stephan Holthoff-Pförtner:

In Nordrhein-Westfalen wird Europa nicht von oben verordnet, sondern von unten gebaut.

Ganz selbstverständlich.  Die Europawoche bis zum 9. Mai hat es einmal mehr belegt.

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