Nachhaltige Entwicklung 2.0

Bild des Benutzers Heiko Noack
Gespeichert von Heiko Noack am 24. September 2019
12. September 2019

Nachhaltige Entwicklung 2.0

Präsentation von Lösungsvorschlägen aus NRW zu Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung im Rahmen einer Veranstaltung der Reihe „Grand Challenges“

Am 12.09.2019 stellten Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie in Nordrhein-West­falen im Rahmen der 18. Veranstaltung der Reihe „Grand Challenges – Answers from North Rhine-Westphali­a“ Lösungsvorschläge für zentrale Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung vor.

bislang nicht bewertet
 

Auf der Veranstaltung „Nachhaltige Entwicklung 2.0“ wurde die Frage adressiert, wie Forschung und In­dustrie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können. Nach der Eröffnung durch die Staatsse­kretärin des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Annette Storsberg, skizzierte Dr. Peter Dröll, Direktor in der Generaldirektion für Forschung und Innovation der Europä­ischen Kommission, wie nachhaltige Entwicklung im kommenden Rahmen­programm für Forschung und Innovation, „Horizont Europa“, verankert werden soll.   
        
In ihrem Vortrag zum Thema „Kritische Infrastrukturen“ stellte Dr. Simone Sandholz (Universität der Ver­­­einten Nationen, Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit, Bonn) Forschungsergebnisse des Projekts KIRMin zur Widerstandsfähigkeit Kritischer Infrastrukturen sowie zur Betroffenheit verschiedener Bevölkerungsgruppen bei Ausfällen Kritischer Infrastrukturen vor. Das Forschungsprojekt „One Health and Urban Transformations“ zur Untersuchung der verschiedenen Dimensionen und Trans­for­ma­tionen von gesundheitsbezogenen Systemen wurde von Prof. Dr. Christian Borge­meister (Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF), Rheinische Friedrich-Wilhelms-Univer­sität Bonn) un­ter der Überschrift „Gesundheit und Umwelt“ prä­­sentiert. Beide gehören zu den Forscherinnen und For­­schern, die im Innovations-Cam­pus Bonn ko­operieren.           

Der Innovations-Campus Bonn, der in der Trägerschaft der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung steht und vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird, zielt vor allem darauf ab, die am Forschungsstandort Bonn vorhandenen Kompetenzen in der Nachhaltigkeitsforschung zu bündeln und in einem Wissenschaftszentrum zu vereinen. Die Nachhaltigkeitsforschung soll in diesem Zentrum im di­rekten Austausch und Dialog mit Politik, Gesellschaft und Wirtschaft von der lokalen bis hin zur globalen Ebene hin stattfinden. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der ICB von Prof. Dr. Jakob Rhyner (Di­­­rektor der Bon­ner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung und Gründungsdirektor des Innovations-Cam­pus Bonn), vor­gestellt.        
Die Entwicklung von Technologie, mit denen Abgase von Stahlwerken (wie CO2 und Kohlenmon­ox­id) in chemische Grundbestandteile von Schäumen und Lacken umgewandelt werden können, die bis­lang nur auf der Basis von Erdöl zu produzieren sind, bis hin zur Anwendung solcher Technologien im in­dus­tri­ellen Kontext wurde von Dorota Pawlucka (Covestro AG) vom Projekt „Carbon4PUR“ dargestellt. Dieses Projekt ist für den diesjährigen Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert.

Ein wichtiger politischer Bezugspunkt der Veranstaltung war die 2015 beschlossene „Agenda 2030“ für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen mit siebzehn spezifischen Zielen (Sustainable Development Goals). Weitere Bezugspunkte waren die 2016 beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen, die derzeit fortgeschrieben wird, die Schlussfolgerungen des Rates der Europäischen Union zu einer neuen industriepolitischen Strategie der Europäischen Union vom Mai 2019 so­wie die Schwerpunktsetzung der laufenden finnischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Uni­on, die beabsichtigt, mehrere Ratsschlussfolgerungen zum Thema Nachhaltigkeit annehmen zu lassen.

Am Beispiel der Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Innovations-Campus Bonn und der Covestro AG wurde im Rahmen der Veranstaltung anschaulich gemacht, dass der Austausch und die Kooperation von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft notwendige Voraussetzungen für die Bewältigung der mit der nachhaltigen Entwicklung verbundenen Herausforderungen darstellen. Veranstaltungen der Reihe „Grand Challenges“ bieten ein Forum für diesen Austausch und können somit die Entwicklung neuer Lösungsansätze anstoßen.

Die im Jahr 2013 gestartete Veranstaltungsreihe „Grand Challenges“ richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EU-In­sti­tutionen, Vertreterinnen und Vertreter von Interessengruppen aus Industrie- und Forschungspolitik sowie Entscheidungsträgerinnen und -träger der Europäischen Union. Nordrhein-Westfalen präsentiert beispielhafte Lösungsansätze zu wichtigen forschungs- und innovationspolitischen Themen und drängenden sozialen, technologischen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen. Die Veranstaltungen der Reihe fördern den Dialog zwischen politischen Akteuren, innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern, Expertinnen und Experten der Europäischen Union sowie Forschenden aus Nordrhein-Westfalen auf europäischer Ebene.
 

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Landesregierung

Ansprechpartner

Wenn Sie Fragen zur Arbeit der nordrhein-westfälischen Landesregierung haben, Sie sich für bestimmte Themen interessieren oder Informationsmaterial suchen, dann sind Sie genau richtig bei Nordrhein-Westfalen direkt, dem ServiceCenter der Landesregierung!

Erreichbarkeit

Kontakt

Pressestelle

KEINE ERGEBNISSE

Information

Downloads

Tastatur mit Download-Zeichen
KEINE ERGEBNISSE

Links

Zum Thema

Information